BIKEPARKS, DIE SPIELWIESEN FÜR RADEL-HELDEN

Sicher hast du längst mitbekommen, dass nun auch nahe Schwäbisch Hall ein neuer Bikepark eröffnet wurde – bei Sulzbach. Immer mehr Parks dieser Art werden aus dem Boden gestampft, zur Freude aller, die es in ihrer Freizeit actiongeladen mögen und weder Stürze noch dicke Schichten aus Matsch und Schlamm an ihren Klamotten scheuen.

Schon einem Zuschauer treibt es das Adrenalin in die Blutbahnen, wenn dieser Kunststücke der Biker in einem Bikepark bewundern kann. Halsbrecherische Abfahrten sowie das Überwinden kniffliger Hindernisse sind Garanten für Glücksgefühle. Auf diese kann sich jeder freuen, der ohne größere Blessuren ins Ziel kommt. Und entgegen einem Zuschauer, der in manchen Situationen den Ritt eines Mountainbiker durchaus besorgt beäugt, braucht der Biker genau das: Erst mit Adrenalin im Blut und einer Geschwindigkeit, die ihn wirklich fordert, beginnt er seinen holprigen Ritt zu genießen.

Bikeparks sind ideal, um dieser Leidenschaft zu frönen. Dabei haben sich die Betreiber längst auf diverse Vorlieben spezialisiert, sodass jeder seinen Trail ausfindig machen und auskosten kann. Wir wollen im einzelnen noch auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehen, zu denen Downhill, Pumptracks, Flowtrails, Freeride, Bikercross, Slopestyle und Single Trails zählen.

Wir sind der Meinung, dass derartige Trails noch viel zu mau in Deutschland gestreut sind. Teils ist es empfehlenswert, ins Ausland (Italien, Schweiz) auszuweichen, da nicht jede Strecke in deiner nächsten Umgebung wirklich ausgeklügelt oder gar herausfordernd daherkommt. Jedoch findet man immer eine gute Alternative, sofern man bereit ist – insbesondere bei einer Vorliebe für besondere Herausforderungen –, weit zu fahren. 08/15 gibt es nahezu überall, aber gerade während der Urlaubszeit darf es auch mal ein bissel mehr sein.

Entgegen so manchem Urlauber, der am liebsten braungebrannt und tiefen-entspannt von seinem gemütlichen Strandurlaub zurückkehrt, gibt es für einen wilden MTB-Biker nur eine wahre Art der Entspannung: der Ritt in einem Bikepark, am besten täglich, selbstverständlich auch während seiner Urlaubszeit, bis auch der letzte Ferientag beim Mountainbiking »verbraten« wurde. Wenn die Muskeln höllisch schmerzen, die blauen Flecken von schonungslosen Abfahrten zeugen und Blessuren wie Medaillen vorgezeigt werden können, dann war es ein echt gutes Abenteuer.

Ob Urlaub oder nicht, Bikeparks sind und bleiben in. Sie werden in der Freizeit zum Wunsch-Ausflugsziel schlechthin erklärt. Selbst ein Wochenende bietet genug Zeit, um einen Ausflug zu einem Bikepark vorzubereiten und diesen dann in vollen Zügen auszukosten. Doch es gibt auch Unschönes zu berichten:

Der Run – auch von »MTB-Frischlingen« – nimmt stetig zu, und damit auch die Unfälle, die laut der Statistiken nicht selten heftig ausfallen. Wir wollen daher verstärkt auf Verantwortung und Sicherheit hinweisen.

Zudem wird in der letzten Zeit auch häufig von Fallenstellern berichtet, die so manche Strecke mit lebensgefährlichen Hindernissen versehen. Hat man als Biker eine hohe Geschwindigkeit drauf, was gerade während der Abfahrten immer der Fall ist, kann man solch einer gemeingefährlichen Falle kaum ausweichen.

Wo bereits bekannt ist, dass Fallensteller ihr Unwesen treiben, sollte man mindestens vor der Abfahrt die Strecke checken, um schwerere Unfälle zu vermeiden. Wer etwas entdeckt, sollte umgehend die Polizei informieren, denn solcherlei Manipulationen sind schwerwiegende Straftaten und werden mit Nachdruck geahndet. Immerhin werden von den Fallenstellern bewusst Menschenleben aufs Spiel gesetzt. Es ist traurig, dass ein Mountainbiker sich überhaupt mit solcherlei Dingen auseinandersetzen muss.

Wir empfehlen dir, ausschließlich die speziell ausgelegten Trails in Bikeparks zu nutzen, was die Wahrscheinlichkeit, auf ein fieses Hindernis zu stoßen, gering hält. Außerdem: Auf Wanderstrecken empfinden Wanderer vorbeischnellende Mountainbiker verständlicherweise als störend, oder gar als Provokation.

Sicher weißt du längst, was alles zu einem tollen Ritt zählt: Nicht nur die Vorbereitung und eine passende Streckenwahl, sondern auch ein geeignetes MTB mit optimaler Schutzausrüstung. Manche Strecken bieten Sessellifte mit Fahrradaufhängung oder Shuttle-Services an, um die nächste Abfahrt ohne schweißtreibenden Aufstieg zu erleben, zudem wirst du zwischen den Schwierigkeitsstufen wählen können.

Bist du bereit, den nächsten Trail zu bezwingen?

Bikeparks bedeuten eine ganze Menge für jeden Mountainbiker: Sie sind der Inbegriff einer actiongeladenen Freizeitaktivität – eine wahrhaft wilde Sportart. In einem Bikepark kannst du dich innerlich entladen, einfach alles loswerden, was sich in den Tagen und Wochen zuvor an Frust, Ärger und Stress in dir angestaut hat. Auch wenn es nicht alle Radler so wild mögen, wird uns jedoch jeder Arzt eines bestätigen: Am besten funktioniert der Stressabbau über die Bewegung! Je mehr du dich auspowerst, umso befreiter wirst du dich im Anschluss fühlen. Nach einer ausgiebigen Dusche und einer leckeren Stärkung ist dein Zufriedenheits-Höchstwert dann wieder erreicht und du kannst neuen Herausforderungen des Alltags emotional erfrischt und voller Elan begegnen.

Bikepark ist nicht gleich Bikepark, sondern jeder Park für sich besitzt sozusagen einen eigenen Charakter und ist mal mehr und mal weniger für dich und deine Vorlieben geeignet. Manch einer mag dir langweilig erscheinen, für andere aber die pure Erfüllung sein. So individuell wie dein Stil sind auch die Parks mit ihren Möglichkeiten.

Im Netz findest du Fotos und häufig auch Videoaufnahmen, die dich rasch die Spreu vom Weizen trennen lassen. Womöglich hast du deinen Wunsch-Park aber längst entdeckt. Für alle, die noch am Anfang stehen, wollen wir die Details beschreiben und letztlich auch auf den Punkt »Sicherheit« eingehen.

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Flowtrail (Flow Country Trail)

Wie die Bezeichnung bereits erkennen lässt, spielt hier der Flow die entscheidende Rolle. Wie ein Wildbach abwärts fließt, so soll auch deine Streckenabfahrt flüssig und vor allem rasant zu bewältigen sein.

Kurvenaußenranderhöhungen und wellige Strecken schenken dir das Gefühl, eine Achterbahn zu genießen, ohne dass deine Bremsen groß zum Einsatz kommen müssten. Das Augenmerk gilt hierbei deiner Rasanz, die ungestört von anspruchsvollen Abschnitten und damit von Wurzelwerk, Steinen et cetera bleibt. Ebene Pfade garantieren dir einen durchgängigen Flow-Ritt.

Etliche nach außen hochgezogene Steilkurven erlauben selbst in Kurven hohe Geschwindigkeiten, zudem wirst du Möglichkeiten für Sprünge dank diverser Holzelemente vorfinden, die jedoch auch gut zu umfahren sind, was die Neueinsteiger unter uns freuen wird.

Flowtrails eignen sich demnach hervorragend für Anfänger und Bikes mit geringem Federweg. Hindernisse sind, wenn überhaupt, nur sehr spärlich ausgelegt, zudem wirst du Ausweisungen bezüglich des Schwierigkeitgrades vorfinden. So kannst du dich entsprechend deiner Kenntnisse entweder für die blaue (keine Hindernisse), die rote (leichte bis mittelschwere Sprünge) oder die schwarze Strecke entscheiden.

Künstlich angelegte Flowtrails sind recht mau gestreut, da sie sehr pflegeintensiv sind. Womöglich findest du in deiner Gegend lediglich natürlich vorkommende Enduro-Strecken vor, die zwar als zu nutzende Trails für Biker ausgewiesen sind, jedoch keine Hindernisse oder Schanzen bieten.

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Downhill

Hier spielt die Zeit eine Rolle, denn beim Downhill ist die Bergabfahrt in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Das Gelände ist dabei herausfordernd mit natürlichen Hindernissen  gespickt.

Du erreichst als Fortgeschrittener oder Profi bis 70 km/h, was verdeutlicht, wie gut du dich auf dein Bike verlassen können musst. Wer die Kontrolle verliert, sein Können grob überschätzt und die sehr anspruchsvolle Fahrtechnik für sich noch nicht raus hat, provoziert schwere Stürze. Gerade der Anspruch an den Fahrer macht Downhill zu einem anerkannten Wettkampfsport. Volle Konzentration ist gefragt! Fahrer und Bike wird während der ca. 20 minütigen Abfahrt alles abverlangt.

Wenn Downhill dein Ding ist, dann brauchst du ein geeignetes Bike:

Stabil und trotzdem leicht und wendig soll es sein, maximal bis 25 Kilo wiegen, weshalb inzwischen nur noch Aluminium oder Carbon für Downhill-Bikes verbaut werden.

Wir setzen beim Downhill am liebsten auf hydraulische Scheibenbremsen. Frage deinen Fachhändler im Zweifelsfalls nach Bremsen, die bei jeder Witterung verlässlich sind.

Außerdem ist dein Schwerpunkt bezüglich deiner Sitzposition entscheidend für reibungslose Downhillfahrten.

Da es ausschließlich abwärts geht, sind die Schwerpunkte entsprechender Downhill-Bikes hecklastig ausgelegt. Sättel der Downhill-Bikes zählen übrigens zu den unbequemen Kandidaten, ähnlich der Rennrad-Varianten.

Für den besten Grip empfehlen wir, je nach Bodenbeschaffenheit, ausschließlich gut profilierte und breite Reifen. Dein Lenker sollte einiges mitmachen und für die beste Kontrolle ebenfalls recht breit sein. Möglichst flach ist gut, weshalb vermehrt Vorbauten direkt auf die obere Gabelkrone geschraubt werden. So kannst du  dem Verdreht-Werden des Lenkers bei Stürzen vorbeugen, allerdings gibt es hierzu auch Nachteile zu benennen.  Beschädigungen am Bike im Falle eines Sturzes zählen darunter, die bei dieser Art der Montage meist etwas schwerwiegender ausfallen.

On the Trail …

Freu dich beim »Downhillen« auf kleine und große Steine mitten auf dem Pfad, auf Sprünge und Bodenwellen, wild wachsende Wurzeln, hohe Stufen, sowie auf verschiedene Untergründe. Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt auch die Herausforderung insgesamt sowie die Anforderungen an deine Fahrtechnik und Kondition. Dein gesamter Körper muss enorme Kräfte aushalten, was entsprechende Fitness voraussetzt. Auch deine Motorik und dein Reaktionsvermögen müssen sich in jeder Sekunde beweisen. Kleinste Fehler werden bestraft, außer du bist bereits so professionell, dass du selbst diese in Sekundenbruchteilen ausbügeln kannst.

So viele wagen es nie, du aber schon. Nicht Angst, sondern Respekt vor dem Trail machen dich wach und sind deine bevorzugte Herausforderung. Nur wer dem Downhillsport mit großer mentaler Stärke begegnet, wird ihn meistern können. Zum Zögern oder für  Überlegungen bleibt während der Abfahrt schlichtweg keine Zeit. Und Selbstüberschätzung hat keine Chance …

Zu einem perfekt ausgestatteten Bike gehört ein rundum ausgerüsteter Fahrer.

Gönne dir hochwertige Protektoren, wozu folgende Komponenten gehören: Vollvisierhelm, Oberkörperpanzer, Schutzbrille, Nackenstütze, Handschuhe, Ellbogen- und Knie-/Schienbeinschoner.

Unsere Bitte an dich: Nutze ausschließlich ausgewiesenen Downhillstrecken. So kommst du keinem Wanderer gefährlich in die Quere und nimmst Rücksicht auf die Wildtiere.

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PUMPTRACK

Das besondere an diesen Tracks ist, die Rundkurse ohne zu treten, sondern allein durch Körpereinsatz, dem sog. Hochdrücken/Pumping, zu bewältigen. Durch das Pumping baust du Geschwindigkeit auf. Das klappt nur, solange du dich aus dem Sattel erhebst, weshalb du dich während des Fahrens ausschließlich im Stand befindest. Insgesamt hat diese Art des Bikens einen hohen Spaßfaktor, aufgrund der eher spielerischen Fahrweise. Good feeling ist vorprogrammiert.

Die Strecken sind relativ schmal. Der circa ein Meter breite Trail ist auf insgesamt flachem Gelände ausgelegt und mit Wellen und Elementen wie Steilwandkurven oder Sprüngen versehen. Meist besteht der Untergrund aus Erde oder Lehm, neuerdings findet man aber immer häufiger auch Asphalt oder Beton vor, was die Instandhaltung erleichtert.

Um mit einem Mountainbike mittels pumpendem Drücken ausreichend Fahrt aufnehmen zu können, sind die richtigen Abstände und Radien der einzelnen Wellen maßgeblich. Dabei greifen Profis vermehrt auf kleinere MTBs zurück. Und gut zu wissen ist abschließend noch: Die qualitativen Anforderungen an dein Bike sind wesentlich geringer als beispielsweise bei Downhill-Bikes.

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FREERIDE

Diese Variante des Mountainbikesports beschreibt technisch anspruchsvolles Biken. Dazu zählen Fahrten auf kniffligen sowie abschüssigen Berg-Passagen, aber auch weite Sprünge über zehn Meter sowie das Bewältigen natürlicher Hindernisse zählen dazu. Du benötigst dazu eine gute Körperbeherrschung und volle Kontrolle über dein Bike.

Viel Freiheit beim Manövrieren machen den Spaßfaktor aus. Doch auch hier ist für einen umfassenden Fahrspaß die passende Schutzausrüstung relevant. Wir empfehlen dir, dich ähnlich wie beim Downhill mit hochwertigen Protektoren auszurüsten, damit auch weite Sprünge niemals ins Auge gehen. Gerade der Schutz des Genicks wird zu oft vernachlässigt, doch nur ein geeigneter Helm- und Nackenschutz können das Schlimmste verhindern.

Was für eine Strecken-Auswahl …

Bei Freeride wird beispielsweise zwischen Enduro (All Mountain), Bikebergsteigen, Freeride Extreme und Urban Freeride unterschieden.

FOUR CROSS

Four Cross (auch bekannt als Bikercross oder Mountain Cross) beschreibt eine weitere Renndisziplin des Mountainbikesports auf Strecken bis zu 600 Metern. Da im Regelfall vier Fahrer gegeneinander antreten, liegt die Beschreibung dieser MTB-Variante auf der Hand.

Da Ausnahmeformen auch sehr beliebt sind, wobei abweichende Starterzahlen erlaubt sind, werden gerne Überbegriffe wie Bikercross verwendet.

Besonders spannend sind diese Wettkämpfe, da das Prinzip eines K.o.-Systems den Fahrern einiges abverlangt. Es gilt, seine Konkurrenz zu überholen und dabei Sprünge, verschiedene Kurven, Bodenwellen, Steinfelder, treppenartige Hindernisse, aber auch anspruchsvolle Waldpassagen mit unterschiedlichen Untergründen zu meistern. Die Schnellsten schaffen es in die nächste Runde. Dabei werden die Startgruppen gemäß ihrer Qualifikation, die entsprechend dem Ergebnis des Zeitfahrens oder auch nach einem Punktelauf festgelegt wurde, eingeteilt.

Anders als die zuvor genannten Varianten findest du beim Four Cross Startgatter vor und manchmal auch Ampelsysteme, was allein den Start der »Radgladiatoren« bereits sehr spannend macht. In den ersten Sekunden kannst du mit ausgeklügelten Überholmanövern den nächsten Rang für dich gewinnen und musst dabei rasant Hindernisse überwinden. Dabei sind  Spurstärke und Reaktionsfähigkeit gefragt.

Hardtails eignen sich in der Regel hervorragend zum Four-Cross, da die Aufmerksamkeit vielmehr der Geschwindigkeit denn der Wendigkeit gilt, außerdem ist eine gewisse Laufruhe deines Bikes eine gute Voraussetzung, solch ein Rennen für dich zu entscheiden. Setze auf leichte Beschleunigung und damit auf wenig Gewicht. Da Stürze recht häufig passieren, empfehlen wir außerdem, neben dem geringen Bike-Gewicht dennoch die Stabilität mit einzukalkulieren.

Schmale Reifen ermöglichen dir, schnell Geschwindigkeit aufzubauen. Sie sind außerdem leichter als breite, stark profilierte Reifen.  Beim Four-Cross wird dabei gerne das Reifen-Profil entsprechend der jeweiligen Bodenbeschaffenheit angepasst.

SLOPESSTYLE

Beim Slope spielt neben dem Biker ein Preisrichter die entscheidende Rolle. Deine Bühne ist ein Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen, die du mit deinem Mountainbike bestmöglich und spektakulär bewältigst.

Drops, die bis zu  zehn Metern in die Höhe ragen, werden mit bewältigten Dirtjumps und Wallrides zu atemberaubenden Stunt-Einlagen.

Die Biker können die Hindernisse frei kombinieren, wobei insbesondere bewertet wird, wie die Hindernisse genutzt und wie eindrucksvoll die Tricks ausgeführt werden. Benötigt wird dafür ein stabiles und wendiges Bike.

SINGLE TRAIL

Nebeneinander Fahren ist auf Singeltrails ausgeschlossen, da diese Pfade gerade einmal bis zu 60 Zentimeter breit sind. Unterschiedlich ausgelegt und verschieden knifflig werden diese Trails entsprechend einer Skala (STS) klassifiziert und sind schlichtweg speziell ausgelegte Strecken für die Anforderungen eines abenteuerlustigen Mountainbikers.

Je kleiner die Zahl, umso leichter: beginnend mit leichten Verhältnissen (S0, S1) über mittelschwere (S2) bis hin zu diffizilen Herausforderungen (S3, S4, S5), kannst du den passenden Trail für dich wählen.

Die Pfade werden dabei entsprechend der Bodenbeschaffenheit sowie ihrer Hindernisse bewertet, wobei die S5-Strecken nur für wahre Hardcore-Cracks zu bewältigen sind.

Und last but noch least können wir dir auch noch Indoor-Bikeparks ans Herz legen. Auf relativ kleinem Raum kannst du darin deine Fähigkeiten ausbauen und schlichtweg auch bei übelsten Witterungsverhältnissen deiner Leidenschaft nachgehen.

SICHERHEIT GEHT VOR

Alles dran an deinem Bike? Und ist es gut gewartet? Eignet es sich wirklich für dein Vorhaben?

Je nachdem, wie viele Fragen dieser Art du mit Ja beantworten kannst, zeigt es sich, wie du mit deiner Verantwortung umgehst. Komm gesund zurück! Das ist eben auch das Wichtigste neben dem Ausleben und Genießen deiner Passion.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Die Schutzausrüstung nützt dir in einem verstaubten Regal wenig. Beachte die Vorschriften und die Empfehlungen jener, die es gut mir dir meinen! Etliche Parks haben dazu ihre eigenen Bestimmungen. Fahre also nicht umsonst hin, sondern informiere dich rechtzeitig!

Passt dein Vollvisier-Helm perfekt? Sitzen die Knie- und Ellenbogenschützer oder ist es an der Zeit, sich um neue zu kümmern? Hast du an einen Rückschutz gegen spritzende Steine und eine Schutzbrille gedacht? Ein Nackenschutz verhindert Überdehnungen und schützt vor Schlimmerem. Gutes Schuhwerk und Handschuhe machen deine Ausrüstung komplett.

Drei wirklich wichtige Punkte! – Wenn es los geht:

  • Prüfe den Reifendruck und andere relevante Teile, wie die Steckachsen.
  • Wärme deine Muskeln auf, um agil und wirklich bereit zu sein.
  • Die Herausforderungen müssen deinen Fähigkeiten angepasst sein und nicht umgekehrt. Auch wenn deine Kumpels schon einige Schritte weiter sind: Wage nur, was du wirklich willst und bewältigen kannst. Selbstüberschätzung ist eine unbarmherzige Spaßbremse!

Wir wünschen jedem verantwortungsvollen Mountainbiker spannende Erlebnisse, rasante Abenteuer und vor allem ein möglichst blessurenfreies Ankommen! Und wir hoffen, dass die Auswahl an vielseitigen Strecken stetig zunimmt.

In diesem Sinne: Gönn’ dir die wilde Seite der Biker-Freuden!

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