Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Die einen könnten sich nichts anderes vorstellen, die anderen würden gerne und wieder andere, lästern. Keinem kann man es scheinbar recht machen. Aber sicher ist schon mal, dass Radfahren die Umwelt schont und den eigenen Körper fit hält. Wer im Winter mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, erhält zudem noch den ein oder anderen verwunderten Blick. In Städten ist es üblich die ein oder andere Strecke mit dem Fahrrad zurückzulegen, trotzdem fährt nur ca. jeder zehnte in Deutschland mit dem Rad zur Arbeit. 

Wer in ländlichen Gegenden wohnt und einige Kilometer zur Arbeit zurücklegen muss überlegt es sich wahrscheinlich zweimal, ob er mit dem Rad fährt oder sich ins beheizte Auto setzt. 

Mittlerweile werden immer mehr Radwege ausgebaut gerade auch, weil E-Bikes immer beliebter werden. Die Bundesregierung unterstützt deshalb zwischen 2020 und 2023 mit 1,4 Milliarden Euro den Ausbau der Radinfrastruktur und verbessert den Radverkehr in Deutschland. 

Die Vorteile im Überblick: 

  • Schneller am Ziel: In der Stadt ist man zwischen 5 und 10 km schneller als andere Verkehrsteilnehmer. Die Parkplatzsuche entfällt zudem meist komplett und man kann direkt vor der Haustür parken. In einer Autoparklücke finden ca. 12 Fahrräder ihren Platz. Gerade in der Großstadt könnte man viele Parkplatzflächen einsparen bzw. umfunktionieren. 
  • Radfahren fördert die Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System. Zudem wirkt es stimmungsaufhellend und erfrischt. 
  • Fahrradfahrer schonen die Umwelt und sorgen für eine bessere CO2-Emission 
  • Im Gegensatz zum Autofahrer sparen Radfahrer bares Geld. Schon bei 2x 10 km Arbeitsweg und ca. 20 Tage, kommt man auf eine Ersparnis von ungefähr 3500 Euro im Jahr. 
  • Geht mit Vorbild voran. Nicht nur das Tragen eines Helmes und die Berücksichtigung der Straßenverkehrsordnung sind wichtig, sondern auch das Vergnügen und die Schonung unserer Umwelt, sind Werte, die sich lohnen an unsere jüngeren Generationen weiterzugeben. 
  • Eine Kombination aus Radfahren und einer Bus- oder Bahnfahrt, könnte für manche eine Option sein. Wer weiter weg vom Arbeitsplatz wohnt, der kann sein Fahrrad meist kostengünstig im öffentlichen Nah- und Fernverkehr mitnehmen. Am besten vorher informieren und gegebenenfalls reservieren. 

Die Nachteile im Überblick: 

  • Im Sommer kann es zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden mit dem Bike zur Arbeit zu radeln. Deshalb ist eine gute Vorbereitung wichtig. Wählt die richtige Kleidung, am besten ihr wendet das Zwiebelsystem an. 3 Schichten die man nach und nach ausziehen kann, wenn es zu warm wird. Manche Arbeitgeber bieten sogar die Möglichkeit, am Arbeitsplatz zu Duschen und sich zu erfrischen. Evtl. Kann man ein natürliches Deo einstecken, für den Fall der Fälle. 
  • Eine sichere Abstellmöglichkeit ist sehr wichtig ebenso ein gutes Fahrradschloss. Sorgt dafür, dass ihr am Arbeitsplatz euer Bike sicher vor Diebstahl schützen könnt. 
  • Wer einen straffen Zeitplan lebt, z. B. Kinder vom Kindergarten abholen oder die Oma zum Arzt bringen muss, der stößt schnell an die Grenzen des Machbaren. Mit dem Auto ist man sicher flexibler, auch wenn man mal schnell in der Mittagspause einkaufen geht oder zum Mittagessen die Kollegen mitnehmen möchte.

Steuervorteile beim Pendeln mit dem Fahrrad:

Die Pendlerpauschale: Pro gefahrenen Kilometer, kann man 0,30 Euro von der Steuer absetzen. Beispiel: Bei 17 km am Tag und 5 Tage die Woche, kann man 102 EUR im Monat in seiner Steuererklärung, als Werbungskosten geltend machen. 

Wer die Möglichkeit hat ein Dienstrad zu nutzen, spart noch mehr. Man bekommt das Fahrrad über den Arbeitgeber und die monatlich Leasingrate wird vom Bruttolohn abgezogen. Es verhält sich ähnlich wie beim Dienstwagen, nur das beim Fahrrad und E-Bike (auf 25 km gedrosselt), der 0.03-prozentige Aufschlag pro km entfällt. S-Pedelecs die über 45 km/h fahren, gelten als Kraftfahrzeuge. Hier entfallen die Vorteile eines Dienstfahrrads. 


5 praktische Tipps zum Pendeln mit dem Fahrrad

  1. Um die Schweißbildung zu verringern, benutzt lieber Fahrradtaschen um Gepäck zu transportieren. Ein Rucksack fördert die Schweißbildung am Rücken und macht euch weniger agil. 
  1. Ein gutes Fahrradschloss das ca. 10 % vom Fahrradwert betragen sollte, schützt vor Diebstahl 
  1. Eine gut geplante Route und ein gutes Zeitmanagement sind zu empfehlen. Lieber ein wenig früher losfahren um entspannt radeln zu können. 
  1. Das Fahrrad vor der Fahrt kurz durchchecken. Stimmt der Luftdruck? Sind die Akkus geladen? 
  1. Musikhören und Telefonieren sollt man eher nicht auf dem Fahrrad. Wenn’s nicht anders geht dann mit Headset und nur so laut, damit man die Umgebung noch wahrnehmen kann. Laut StVZO ist es nicht verboten aber Sicherheit geht vor! Vor allem die der anderen Verkehrsteilnehmer. 
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