Mountainbikes für Damen

Der Geschichte der Mountainbikes begann vor bereits über 40 Jahren. 1973 setzten sich Gary Fischer, Joe Breeze und Charles Kelly das Erklimmen eines ca. 800m hohen Berges mit dem Fahrrad zum Ziel. Doch mit dem zu damaliger Zeit herkömmlichen Straßenrad war dies eine geradezu utopische Vorstellung. Also besorgten sie sich sogenannte „Schwinn Cruiser“, die – wie der Name schon sagt – für gemütliches „vor-sich-her-fahren“ gedacht waren. Diese waren allerdings seinerzeit schon sehr stabil und verfügten über dicke Ballonreifen auf kleinen 26“ Felgen.

Bergauf kann man sich diese Tortur bildlich vorstellen, doch bergab sah das anders aus. Mit den breiten Reifen ist das Hinabbrettern über holprige Schotterpisten ein Kinderspiel und es war schnell klar, dass dies erst der Anfang einer neuen Fahrrad-Ära sein sollte. Die Idee des Mountainbikes war geboren. Die „neue Erfindung“ fand bei den Sportbegeisterten schnell Anklang und schon bald starteten die ersten sportlichen Wettkämpfe namens „Repack“ am Mount Tamalpais in Marin County, Kalifornien. Die Entwicklung schritt weiter fort und das „neue Bike“ verlangte zum einen ein deutlich geringeres Gewicht und zum andern eine hohe Robustheit.

Aluminiumkomponenten und weitere Innovationen ließen das Mountainbike über die Jahre immer populärer werden. Mit dem von Gary Fisher festgelegten Namen „Mountainbike“ wird die neue Fahrradgattung betitelt. Immer mehr Hersteller, unter anderen Cannondale, Specialized oder Trek springen auf den Zug mit auf und die Lieferantengroßmächte von Fahrradteilen, wie z.B. Shimano beginnen mit der Produktion von speziellen Mountainbike Komponenten. Einige Hersteller beginnen mit einer eigenen Massenproduktion der Bikes und der technische Fortschritt ist bemerkenswert. Sei es das noch leichtere Material oder neue entwickelte Federungssysteme für abenteuerliche Gebirgstouren.

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Der Gedanke, dass Fahrräder eine reine Männerdomäne sei, hat sich bereits im 19. Jahrhundert widerlegt. Zur damaligen Zeit war der Wirkungskreis einer Frau noch hauptsächlich auf Haus und Hof beschränkt. Das Fahrrad hat der Frauenwelt damit nicht nur zu mehr Mobilität verholfen – es hatte Auswirkungen auf die Freiheiten, die Modeentwicklung, die sich weg von langen Röcken und Korsetts bewegte und den Mut und Courage der Frau. Frauenrechtlerin Susan B. Anthony sagte 1896 in einem Interview mit der „New York World“:

Ich denke, es hat mehr für die Emanzipation der Frau getan als irgendetwas anderes auf der Welt. Ich stehe da und freue mich jedes Mal, wenn ich eine Frau auf einem Fahrrad sehe. Es gibt Frauen ein Gefühl von Freiheit und Selbstvertrauen

Susan B. Anthony

Durch den hohen Absatz der Fahrräder und die entsprechende Massenproduktion sanken auch die Preise und das Fahrrad war längst nicht mehr nur für die Oberschicht bestimmt. 1870 begann die Ära des Frauenradrennsports, wenn auch mit Vorbehalten und voller Anfeindungen gegenüber der Frauenwelt. Mit der Wende zum 20. Jahrhundert wurde dieser von einigen Verbänden sogar verboten und konnte nur noch inoffiziell und durch private Veranstalter durchgeführt werden. Erst seit den 1950ern wurden offizielle Radrennen für Frauen eingeführt. Darauf folgten eigene Radzeitschriften für die Frau und die Akzeptanz der Gesellschaft wuchs rasch an.

Bis heute hat sich der Radsport bei den Damen weltweit etabliert. Mit Stolz präsentieren namhafte Hersteller, wie z.B. Cube, Scott oder Trek ihre speziell für die Frau entwickelten Mountainbikes. Dabei kann für die verschiedensten Einsatzgebiete gewählt und, wie bei den Herren, zwischen den doppelt gefederten Fullsuspension Bikes oder nur einfach gefederten Hardtails entschieden werden.

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Der Rahmen

Der Rahmen ist dabei im Allgemeinen etwas kleiner und auch leichter konzipiert. Bei den Rahmengrößen sollte bei besonders sportliche Ambitionen und damit einer gestreckten Körperhaltung auf größere, und bei dem Wunsch nach mehr Komfort und damit einer aufrechten Körperhaltung, auf kleine Rahmen zurückgegriffen werden. Dieser wird daraufhin mit der entsprechenden Laufradgröße von 26“, 27,5“ oder 29“ kombiniert. In Zusammenarbeit mit Profi Sportlerinnen und deren Expertise wurden auch Änderungen beispielsweise in Form eines gebogenen Oberrohrs vorgenommen und die Distanz zum Lenker verkürzt. Ganz bewusst wollen die Hersteller mit dem gewonnenen Sicherheitsgefühl und dem höheren Komfort immer mehr Frauen aufs Rad bringen, um die Entwicklung des Radsports für die Frau weiter zu treiben. Berücksichtigt wird zudem das oft leichtere Gewicht gerade in Bezug auf die Federsysteme.

Die Auswahl an Modellen, Farben und Formen ist heutzutage nahezu unüberschaubar. Von der Vielfalt an dazugehöriger Bekleidung ganz zu schweigen. Nicht umsonst begegnen uns auch auf den steilsten Trails längst nicht nur trainierte junge Biker. Nicht selten zeigen die leidenschaftlichen Bikerinnen den Herren noch, wie man in Gelände eine gute Figur abgibt.Damenrad Beratung Lang - Mountainbikes für Damen

Frauen wie Denise Betsema, Ceylin del Carmen Alvarado oder Viola Brand sind das Symbol für all die Bikerinnen, die mit Herzblut ihrer Leidenschaft nachgehen, die Ehrgeiz zeigen und sich auch nach einer Niederlage nicht unterkriegen lassen; die für Stärke und Durchhaltevermögen stehen und sich in ihrem Sein weder von der Gesellschaft noch sonstigen Einflüssen beirren lassen und an ihrem Weg und ihren Zielen festhalten. Wie in vielen weiteren Bereichen, haben die Frauen dieser Welt auch im Radsport bewiesen, wie stark, leidenschaftlich und ambitioniert sie sich gegen eine manchmal männerdominiert scheinende Welt wehren und die Gesellschaft mit Erfolg vom Gegenteil überzeugen.

Cube Access mit schlanken Sitzstreben, einer Gabel mit 100 mm Federweg, kurzem Hinterrohr und einem konifizierten Steuerrohr.

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Cube Sting ein All-Mountain-Bike mit besonders weitem Federweg (130/120 mm), angepasstem Sattel und speziell für kleine Hände ausgelegten Griffen.

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