Wie bestimme ich den richtigen Reifendruck?

Überprüfe regelmäßig den Reifendruck deines Fahrrads (ca. alle 4 Wochen bei normalem Gebrauch und bei sportlichem Fahren, gerne täglich). Nur so wird eine korrekte Laufleistung gewährleistet. Wenn du nur schwer auf deine gewünschte Geschwindigkeit kommst oder wenn das Fahren anstrengend ist, dann wird es Zeit den Schlauch aufzupumpen. Der empfohlene Reifendruck befindet sich auf der Seitenwand des Reifens (PSI, Pounds per Square Inch oder in bar).  

Jedes Fahrrad benötigt einen anderen Reifendruck!

Breitere Reifen benötigen weniger Druck als schmale Reifen. Hier sind ungefähre Richtwerte, an denen Ihr Euch orientieren könnt (bezugnehmend auf ein Fahrergewicht von ca. 75 kg): 

  • Rennrad (25 – 28 mm Reifenbreite): ca. 6 – 7,5 bar 
  • Mountainbike (55 – 60 mm Reifenbreite): ca. 2 – 3,5 bar 
  • Trekking- oder Cityrad (35 – 50 mm Reifenbreite): 3 – 4,5 bar 

Hinweis: 
Pound per square inch oder PSI (amerikanische Maßeinheit) lässt sich einfach durch 14,5 teilen, um die europäische Maßeinheit in bar zu erhalten. 

Passt den Druck an den Untergrund an. Bei Kopfsteinpflaster eher reduzieren und bei Asphalt kann man mit mehr Druck fahren. Bei z. B. Nässe sollte man den Reifendruck um ca. 0,5 bar reduzieren. Des Weiteren sollte pro Kilogramm Zusatzgewicht, ca. 1 % mehr Druck in den Reifen und in den Hinterreifen gehört ein wenig mehr Druck, da er mehr belastet wird als der vordere. 

Die Fahrradpumpe – der Helfer in der Not

Am besten sind Universal-Pumpen (mit Druckmessgerät), mit denen alle drei Ventilarten kompatibel sind. Für die französischen und Standard-Ventile gibt es Adapter um an Tankstellen den Reifen befüllen zu können. Nur die alten Kunststoff-Pumpen können ausschließlich für das Standard-Ventil verwendet werden. Haltet euch beim Montieren und beim Aufpumpen unbedingt an die Herstellerangaben, dann kann nichts schiefgehen. Wenn sich der Reifen mit der Hand ein wenig eindrücken lässt, hast du ausreichend nachgefüllt. So kannst du auch ohne Manometer ungefähr den Druck überprüfen. 

CO2-Pumpen – wenn jede Sekunde zählt

Wer es eilig hat bei einem Platten z. B. beim Rennradfahren, der kann eine CO2 Pumpe (CO2-Inflator) einpacken. Mittels einer CO2-Alu-Kartusche (Kohlenstoffdioxid) wird der Reifen mit Hochdruck befüllt und die Reise kann weiter gehen. Dieser kleine Helfer ist leicht und günstig in der Anschaffung. Es gibt verschiedene Bauweisen aber das Prinzip ist das gleiche. Die eingelegte Patrone wird eingeschraubt und mittels eines Dorns eingestochen (wie bei einem Sahnespender).

Die Pumpe ist nun einsatzbereit. Es gibt 12 g, 16 g, 25 g Patronen. Eine 16 g Patronen reicht aus um einen Reifen innerhalb Sekunden, auf 6 – 7 bar aufzupumpen. Eine nicht vollständig entleerte Patrone kannst du nochmals nutzen. Die leere Patrone kann nicht mehr befüllt werden und landet im Hausmüll. Achtet bei der Benutzung darauf, dass die Pumpe korrekt auf dem Ventil angebracht ist. Ist das nicht der Fall, kann der Schuss nach hinten losgehen und ihr verschwendet kostbare Luft.

Vorteile CO2-Pumpe: 

  • Alle Reifenarten können aufgepumpt werden 
  • Umweltverträglich 
  • Günstige CO2-Patronen aus dem Getränkehandel sind kompatibel 
  • Eine volle Patrone kann mehrfach verwendet werden 
  • Reagiert nicht mit Dichtmitteln 

Nachteile CO2-Pumpe: 

  • Leere Patronen können nicht wieder befüllt werden 
  • Die Patrone wird bei Benutzung, durch den Druck sehr kalt 
  • Bei unsachgemäßer Nutzung kann sich das Gas entleeren bzw. neben dem Ventil ausströmen 
  • Vor dem Entnehmen muss die Patrone komplett entleert werden 

Brauche ich Ventilkappen?

Der eine hat welche, ein anderer nicht, noch einer hat hinten keine und nur vorne welche. Was ist da los? In Fahrradforen gibt es heiße Diskussionen, ob man sie nun braucht oder nicht. Ultraleicht-Spezialisten würden sagen, weg mit den Teilen – Gewicht sparen (ca. 2 g). Fahrradventile sind so gebaut, damit Schmutz und Nässe kein Problem darstellen sollten. Natürlich würde eine Ventilkappe vor Schmutz schützen und bei einem Defekt des Ventils evtl. den Luftaustritt verlangsamen, aber wir möchten hier keine Theorien aufstellen bzw. verfestigen. Man könnte sagen, Ventilkappen sind Geschmacksache! Wer einen Extraschutz möchte, hat welche – der Purist lässt sie weg. Die Entscheidung liegt bei dir.

Brauche ich die Ventil-Konter-Mutter?

Bei der Ventil-Rändelmutter am Ventilstutzen verhält es sich ähnlich wie bei den Ventilkappen. Es scheiden sich die Geister, ob man sie jetzt braucht oder nicht. Es gibt Fahrrad-Kollegen die schon mehr als 20 Jahre ohne Mutter fahren und noch nie ein Problem feststellen konnten. Man spart sogar Zeit bei einem Schlauchwechsel, denn man muss die Mutter nicht vorher abdrehen. Klar man spart auch Gewicht und es könnte sein, dass eine eingebaute Ventil-Stutzen-Mutter, unerwünschtes Wandern des Schlauches verhindern könnte. Bei einem Platten kann das Ventil ohne Mutter in die Felge rutschen und ein Aufpumpen erschweren oder gar das Ventil abreisen. Das kann aber eine zu fest gedrehte Mutter auch. Ihr seht, zu viele Köche verderben den Brei und über vieles lässt sich streiten. Geschmacksache ist eben Geschmacksache und Theorien bleiben Theorien.

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