Fahrrad mit Scheibenbremse auf den Kopf stellen? Ja oder Nein?

Es wird oft behauptet, dass es schlecht ist das Mountainbike auf den Kopf zu stellen. Was ist da dran?
Beim “Fahrrad-auf-den-Kopf-stellen” kann es sein, dass Luft vom Bremshebel in die Leitung steigt denn die Scheibenbremsanlage ist ein offenes System. Dreht man das Bike wieder um, verbleibt die Luft im System und schränkt die Bremswirkung ein.

Die Bremse muss entlüftet werden.

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Es sollte darauf geachtet werden im umgedrehten Zustand niemals den Bremshebel zu ziehen. Mit einem Gummiband um den Hebel und Griff kann das Hydrauliksystem vor dem Umdrehen verschlossen werden und somit ein eindringen von Luft verhindert werden.

Im Behälter des Bremssystems können sich beim Anbringen des Behälterdeckels oder durch längere Verwendung in verschiedenen Teilen des Systems Luftblasen ansammeln. Die Scheibenbremse M755 darf nicht umgekehrt werden, weil sonst die Luftblasen aus dem Behälter in den Bremssattel gelangen können. Bei Verwendung des Fahrrads in diesem Zustand besteht die Gefahr des Bremsversagens.

Nachdem das Fahrrad umgekehrt wurde, muss der Bremshebel einige Male betätigt werden, um zu kontrollieren, ob die Bremsen normal ansprechen.

Auszug aus der Shimano Einbau- und Wartungsanleitung der Bremsanlage

Dennoch:
Ein perfekt abgestimmtes und entlüftetes Bremssystem ist 100 % frei von Lufteinschlüssen. Somit ist ein “Auf-den-Kopf-stellen” normalerweise kein Problem.

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