Schlechtwetter Mountainbiken – was brauche ich alles?

Für viele ist bei Regenwetter Schluss mit den geliebten Outdooraktivitäten. Es fängt an zu winden und der Himmel verdüstert sich, es wird kalt. Wer bei Wind und Wetter seinem Hobby nachgehen möchte braucht deshalb die richtige Ausrüstung. Wir alle kennen den Spruch: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung! Und das ist absolut korrekt. Mit Vollgas durch tiefe Pfützen brettern oder dem Schnee und Matsch den Kampf ansagen, sich mal wieder mit der Natur verbinden und sich lebendig fühlen. Wir geben Euch ein paar Tipps wie Ihr auch bei schlechtem Wetter jede Piste meistert.  

Schutzblech oder Mudguard

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich und sein Bike vor Spritzwasser oder Schmutz zu schützen. Bei Mountainbikes werden selten ein festes Schutzblech verbaut. Deshalb kommen sogenannte Mudguards zum Einsatz. Sie können einfach wieder entfernt werden, wenn sich das Wetter bessert. Bei schlechtem Wetter ist ein Spritzschutz unumgänglich und gibt dem Fahrer mehr Komfort und schont die Komponenten des Bikes und die Kleidung. 

Die richtige Outdoor-Bekleidung

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Eine vernünftige Regenjacke und eine Regenhose gehören bei jeder Outdooraktivität zur Standardausrüstung. Sie sollten wasserdicht und atmungsaktiv sein um auch bei größeren Anstrengungen nicht sofort ins Schwitzen zu geraten. Beim Kauf solltest ist es wichtig zu wissen, ob Du lieber komplett trocken bleiben möchtest, etwa bei der täglichen Fahrt ins Büro oder ob Du nach der Tour gleich Zuhause unter die warme Dusche springen kannst und eine hundertprozentige Wasserfestigkeit nicht so wichtig ist. Dirtsuits bieten einen nahtlosen Schutz vor jedem Wetter denn sie bestehen aus einem durchgehenden Regenanzug. Gerade bei Enduro oder All-Mountain Einsätzen wird man den Rundumschutz zu schätzen wissen und auch bei längeren Touren oder der größten Schlammschlacht, bleibst Du absolut trocken. 

Mountainbike Schutzbrille

Eine Schutzbrille ist unentbehrlich. Umherfliegende Steinchen oder Matsch verschlechtern die Sicht und können gefährlich ins Auge gehen. Schon eine Sonnenbrille schützt Euch immens. Wer ein Cross-Country oder Trail-Helm trägt, nutzt am besten eine Funktionsbrille mit klaren Gläsern. Bei einem Fullfacehelm hingegen, setzt man eher auf MTB-Goggles. Mit speziellen Abreisscheiben (mehrere Lagen dünner, klarer Folie) kann man durch mehrfaches abreißen der Folie eine sofortige klare Sicher herstellen ohne anhalten zu müssen. Ein weiteres System ist das Roll-Off-System. Dabei wird eine Rolle aus klarer Folie vor der Brillenscheibe angebracht und durch Ziehen einer Kordel, wird die Folie weitergerollt, um für klare Sicht zu sorgen. Wichtig ist das die Brille auch mit Helm noch passt und die Gläser nicht zu dunkel gewählt werden, da bei düsterem Wetter die Sicht weiter eingeschränkt werden könnte. 

MTB-Schuhe

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Das richtige Schuhwerk sorgt für einen uneingeschränkten Halt und eine wasserfeste Membran hält die Füße trocken. Für den Einsatz im Winter bietet sich ein gefütterter MTB-Schuh an. In anspruchsvollem Gelände und beim Enduro, ist es nicht ungewöhnlich auch einmal zu wandern oder das Bike schieben zu müssen. Deshalb sind die Sohlen meist flexibel und besitzen Stollen um auch auf matschigem oder feuchtem Boden volle Sicherheit zu bieten. Downhill oder Freeride Schuhe hingegen bieten einen guten Kompromiss zwischen Steifheit und Flexibilität. Der Schutz steht im Vordergrund und optionale SPD-Systeme (Klickpedale) sind wie beim Enduro-Schuhe abgeflacht in der Sohle versenkt, um beim Laufen nicht zu stören. Crosscountry-Schuhe sind leicht und steif. Sie ähneln sehr Rennradschuhen und sind alle SPD fähig. Durch die steife Sohle bietet der Schuh eine hohe Wirksamkeit und der Energieverlust beim Treten wird reduziert. Für jedes Terrain, brauch man deshalb einen anderen Schuh der optimal sitzen muss. 

Optional kannst Du auch wasserdichte Überschuhe verwenden. Diese werden einfach über die normalen Trekking- oder Straßenschuhe gezogen und schützen ebenfalls vor Nässe. 

Wasserdichte Outdoor Rucksäcke oder Satteltaschen

Für einen sauberen und vor allem trockenen Transport von Equipment oder der Brotzeit, sind wasserdichte Rucksäcke oder Satteltaschen ideal. Für den Fall der Fälle bietet es sich an Wechselklamotten mitzunehmen, um auch bei extremen Wetterumschwüngen bestens gerüstet zu sein. 

Handschuhe für Mountainbike

Kalte und nasse Hände sind nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Mit den passenden Handschuhen behält man auch bei Nässe optimalen Grip. Mit kalten Fingern kann es vorkommen, dass man den Bremshebel nicht mehr richtig spürt und somit den Bremsvorgang falsch einschätzt. Eine optimale Passform und ein an das Wetter angepasstes Material sind ausschlaggebend für einen guten Halt und eine komfortable Tour durch Regen und Wind. 

Wasserdichte Socken

Nachdem die Füße kalt und nass sind, ist bei vielen die Tour vorbei. Vorbeugend verwenden viele Outdoorfans, wasserdichte Socken. Sie schützen vor Kälte und vor Nässe auch, wenn die Schuhe nicht wasserdicht sind.  

Vorsicht ist geboten

Für den Anfänger bieten sich Strecken an, die man bereits kennt. Überschätze Dich nicht und plane Deine Tour vorher gut damit es keine unschönen Überraschungen gibt. Nach der Schlammschlacht braucht Ihr wahrscheinlich eine heiße Dusche und das Bike ein wenig Zuwendung und Pflege

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