Was tun, wenn das Fahrrad geklaut wurde?

Du kommst vom Einkaufen zurück und dein geliebtes Bike ist weg! Was nun? Als Erstes solltest du den Diebstahl bei der Polizei anzeigen. Nur dann greift auch die Fahrradversicherung und man bekommt den Wert ersetzt. Ein Fahrrad-Diebstahl kann nicht 100 % verhindert werden, aber man kann es erschweren.

Wichtige Daten für die Polizei und Versicherung: 

  • Rahmennummer 
  • Modell, Hersteller, Größe 
  • Merkmale wie z. B. Beschädigungen, Farbe etc. 
  • Fotos vom Fahrrad 
  • Kaufquittung 
  • Codierung 
  • GPS Koordinaten (falls ein GPS-Tracker eingesetzt wurde) 

Erstelle einen Fahrradpass!

Ein Fahrradpass enthält alle wichtigen Informationen zum Fahrrad. Dieser kann kostenlos ausgedruckt und mit weiteren Unterlagen sicher verwahrt werden. Eine kostenlose Fahrradpass-App gibt schnelleren Zugriff auf die benötigten Informationen zur Identifizierung bei der Polizei.  

Lasse Dein Fahrrad kodieren!

Ein einzigartiger Code für dein Fahrrad, gewährleistet eine schnelle WiedererkennungEin solcher Code erschwert es dem Dieb das Fahrrad weiterzuverkaufen, denn der Code ist mit einer speziellen Maschine in den Rahmen eingraviert und nur sehr schwer zu entfernen. Vergleichbar mit einem KFZ-Kennzeichen kann die Polizei schnell nachschauen, wem das Rad gehört. Eine Fahrradcodierung kostet ca. 15 EUR und kann bei der lokalen Polizei, beim ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) oder beim Fahrradhändler durchgeführt werden.

Verständige Deine Versicherung!

Nachdem der Diebstahl bei der Polizei angezeigt wurde, sollte die Versicherung in Kenntnis gesetzt werden. Diese braucht ebenfalls die wichtigen Daten sowie die Anzeigenummer der Polizei. Wer schnell und korrekt handelt, gewährleistet eine schnelle Bearbeitung seitens der Versicherung. Wenn das Fahrrad aus geschlossenen Räumen wie z. B. aus dem Keller entwendet wurde, dann greift die Hausratversicherung. Für gestohlene Fahrräder auf offener Straße gibt es Zusatzklauseln innerhalb der Hausratversicherung oder Zusatzversicherungen. Das Fahrrad muss mit einem verkehrsüblichen Schloss gesichert werden, sonst gibt es Probleme bei der Schadensregulierung. Im Normalfall sollte jetzt die Versicherung den Wiederbeschaffungswert des Fahrrads auszahlen. Bei sehr hochwertigen/hochpreisigen E-Bikes, sollte man in jedem Fall eine Zusatzversicherung in Erwägung ziehen. Diese kommt sogar für Reparaturkosten auf.

Schließe Dein Fahrrad korrekt ab!

Am besten wird das Fahrrad am Rahmen an einem festen Gegenstand wie z. B. einem Zaun oder einer Straßenlaterne befestigt. Niemals sollte nur der Vorderreifen angeschlossen werden. Dieser kann ganz einfach mit dem handelsüblichen Schnellspanner geöffnet werden und weg ist das Fahrrad. Zurück bleibt nur noch der Vorderreifen. Umso massiver das Schloss umso höher die Sicherheit. Ein Zweitschloss kann den Diebstahl zusätzlich erschweren und die beiden Laufräder können z.B. mit einem Schlaufenkabel gesichert werden. Man sagt, ein Fahrradschloss sollte ca. 10 % des Kaufpreises kosten.  

Es gibt Smart-Lock-Schlösser die per App verschlossen werden und keinen Schlüssel bzw. Zahlencode benötigen. Alarmschlösser die Diebe mit lauten Alarmsignalen vertreiben sollen und sogar Schlösser die mit Gas, unerwünschte Langfinder abschrecken sollen. 

Hier gibt es zahlreiche Schlösser, um dein Fahrrad sicher abzuschließen!

Sichere Deine Anbauteile!

Schnellspanner sind bedienungsfreundlich aber bergen ein höheres Risiko. Räder oder Sattel können so ganz einfach abmontiert werden. In dem man diese durch Sechskantschrauben oder Sicherungsmuttern austauscht, kann man eine zusätzliche Sicherung gewährleisten. Sie sind nur mit Spezialwerkzeug oder mit hohem Aufwand montierbar. 

Abstellorte solltet Ihr ebenfalls regelmäßig wechseln. Gerade in Stadtgebieten gibt es Langfinger, die sehr gut beobachten können. Gebt ihnen keine Chance und parkt das Bike immer mal wieder an einem anderen, sicheren Ort. Wer seine Aktivitäten online oder in Apps teilt, sollte seinen Standort verbergen um den Dieb nicht unnötig anzulocken. 

Hier findest Du viele verschiedene Anbauteile vom Ständer bis zum Lenkerband!

In flagranti erwischt

Wer einen Täter erwischt, sollte sofort die Polizei verständigen. Natürlich ist es erlaubt, den Täter davon abzubringen das Fahrrad zu stehlen, doch das kann gefährlich werden. Wer die Möglichkeit hat, kann den Dieb verfolgen und dann die Polizei verständigen. Das ist wahrscheinlich die sicherste Variante. Geht bitte kein Risiko ein – am Ende ist die eigene Sicherheit wichtiger.

GPS-Tracker

Ein eingebauter Tracker ermöglicht dem Besitzer das Fahrrad mittels GPS zu verfolgen. Mittlerweile sind diese Tracker sehr klein und können gut am Fahrrad versteckt und angebracht werden. Meist kann der Standpunkt live über eine App verfolgt und dann der Polizei übermittelt werden. Nachteile sind der Preis, Akkulaufzeit und die Größe. Die Technologie wird immer besser und in der Bauweise kleiner. Für ein hochpreisiges Fahrrad lohnt sich eine Anschaffung auf jeden Fall. Die neueste Erfindung ist ein GPS-Tracker der unsichtbar im Tretlager des Fahrrads verbaut ist. 

Unser beliebter Artikel zum Thema

Wie interessant findest du diesen Beitrag?
[Stimmen: 0 | Durchschnitt: 0]

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.