Wie transportiere ich mein Fahrrad?

Verzicht ist sicher kein Wort, das angenehme Assoziationen weckt, vielmehr bringen wir damit in Verbindung, etwas zu vermissen … Und was wir keinesfalls vermissen wollen, ist unser heißgeliebtes Drahteselchen!

Das eigene Fahrrad überall mit hinnehmen zu können, schenkt uns Freiheit bei der Reiseplanung. Mehr Optionen stehen uns zur Verfügung, weniger Grenzen sind zu beachten.

Unkompliziert soll es sein, uns nicht unnötig aufhalten. Und die Zuverlässigkeit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Wer auf der Autobahn unterwegs ist, möchte sich keine Sorgen darüber machen müssen, ob sein Bike am Heck auch fest genug angebracht ist. Beim Losrauschen in die Ferien steht die Erholung ganz oben auf der Liste, keinesfalls möchten wir uns mit lästigen Anliegen befassen.

Insgesamt beschreibt das bereits, dass wir uns in diesem Bereich einen Granaten für Sicherheit wünschen, weshalb wir dir auch bei diesem Thema ausschließlich Qualitätsprodukte ans Herz legen wollen, eben Artikel, deren Erfahrungswerte für sich sprechen und böse Überraschungen vollends ausschließen.

Manche Modelle für den Transport sind ausschließlich für spezielle Autotypen ausgelegt beziehungsweise für eigene Marken. Wir rücken jedoch Transportsysteme für nahezu alle Automarken in den Vordergrund. Glücklicherweise gibt es etliche flexible Modelle oder Grundausstattungen, um letztlich deinen Wunschträger anbringen zu können.

Worauf muss ich achten?

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Bei Transportsystemen gilt es, diverse Maßangaben zu technischen Daten zu beachten. Dazu wirst du einen Blick in die Bedienungsanleitung deines Autos oder deines Wohnmobils werfen müssen.  Außerdem ist zwingend notwendig, sich mit den Bestimmungen des Urlaubslandes sowie der Durchreiseländer vertraut zu machen. Diese weisen verschiedene Bestimmungen aus, wie das Anbringen von Warntafeln bei überstehender Ladung.

Je nach Reiseland wirst du dich auch über den maximal zulässigen Überstand informieren müssen und in einigen Fällen wirst du selbst dann deine Warntafel benötigen, wenn du den Heck-Träger eingeklappt und ohne Fracht an deinem Auto angebracht hast.

Solltest du das versäumen, werden meist Geldstrafen fällig, die teils sehr empfindlich ausfallen.

Zwischen knapp 40 bis fast 1700 Euro ist alles drin, also lohnt sich ein genauer Blick in die  Ladungs- und Kennzeichnungsvorschriften des jeweiligen Landes.

Was ist mir wichtig?

Möchtest du dein Bike im, auf oder am Auto beziehungsweise Wohnmobil transportieren? Wie viele Bikes möchtest du mitnehmen? Wie platzsparend, teuer, professionell und einfach soll es sein?

Dach- oder Heckträger werden generell bevorzugt, auch wenn diese etwas kostspieliger in der Anschaffung sind, als die Varianten für den Innenraum. Der große Vorteil der Dach- und Hecksysteme liegt auf der Hand, denn bei diesen bleibt in deinem Kofferraum genug Platz für andere Dinge.

Transportsysteme für den Innenraum kommen daher nur in Frage, wenn du sonst nicht viel benötigst. Sie bieten wiederum den Vorteil, dass die Bikes im Innenraum am besten geschützt sind und du auch in Sachen Fahrverhalten wie gewohnt unterwegs sein kannst. Insgesamt musst du dabei wesentlich weniger beachten, da auch Kennzeichnungspflichten entfallen.

Die Vorteile vom Transport im Innenraum sind:

  • Fahrräder sind vor Diebstahl und Vandalismus geschützt
  • Keine nachteiligen Fahreigenschaften
  • Die Systeme für den Innenraum kommen recht günstig daher
  • Die meisten Transportvorrichtungen sind flexibel und damit für nahezu jeden Fahrzeugtyp geeignet
  • Schutz der Fahrräder vor Nässe, Dreck und Schmutz
  • Sehr einfaches Verfrachten auch für Ungeübte
  • Der Kraftstoffverbrauch ist geringer
  • Keine störenden Windgeräusche
  • Kein zusätzliches Anbringen von Kennzeichen oder Beleuchtungssystemen nötig
  • Vorteilhaft insbesondere bei hochwertigen Fahrrädern
  • Auch bei heftigen Bremsmanövern keine Gefahr für Insassen und Verkehrsteilnehmer

Wie funktioniert es?

Bei diesen Trägersystemen werden zunächst die Vorderräder der Bikes gelöst. So können die Rahmen direkt an der Gabel mittels des Trägers am Kofferraumboden fixiert werden. Dies ist sehr leicht und rasch zu meistern.

Der Heckträger

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Verfügt dein Auto über eine Anhängerkupplung oder eine stabile Heckklappe, die sich laut Bedienungsanleitung deines Autos für derartige Transporte eignet, steht der Wahl eines Heckträgers nichts mehr im Wege. Bedenke hier, dass ein Folgekennzeichen nötig ist, da du bei der Befestigung des Trägers auf dem Kugelkopf dein eigentliches Kennzeichen verdeckst. Genauso verhält es sich mit der Beleuchtung. Demnach muss der Heckträger mit einer eigenen Beleuchtungsanlage ausgestattet sein, was bei den meisten ohnehin der Fall ist. Und: Seitlich dürfen die Räder maximal vierzig Zentimeter über die Schlussleuchte hinausragen, wobei anschließend die Breite des beladenen Gefährts die 2,55 Meter-Marke keinesfalls überschreiten darf.

Beachte unbedingt die Traglast des Trägers sowie die Stützlast der Anhängerkupplung. Gerade wer mehrere Bikes mit Motorunterstützung transportiert, kann hier schnell das Gewicht überschreiten.

Außerdem wichtig ist: Bei Transportsystemen außerhalb des Autos kann es bei Geschwindigkeiten jenseits der 120km/h brenzlig werden. Achte also auf deine Höchstgeschwindigkeit.

Wie mache ich meine Bikes am Heck fest?

An der Trägerstange kannst du dein Bike am Rahmen fixieren. Mit Spanngurten wirst du zu guter Letzt alles festzurren. Die Räder werden anschließend mit Schlaufen oder Spangen festgemacht. WICHTIG:  Alle Anbauteile, die abnehmbar sind, musst du im Vorfeld entfernen und separat im Auto verstauen. Vergiss das bitte nicht, auch wenn du nach der ersten Tour im Urlaubsland nur noch kurze Transportwege zurücklegst.

Vorteile und Nachteile:
Wie bereits angedeutet, sind Nach- und Vorteile auch hier deutlich. Du freust dich bei diesen Träger-Modellen über ausreichend Flexibilität, da du Heckträger nahezu fahrzeugunabhängig auswählen und mit ihnen bis zu fünf Bikes transportieren kannst, doch: ohne Anhängerkupplung geht es nicht. Der Kofferraum bleibt zwar frei, ist aber mit einem Träger schwer zugänglich. Immerhin kommst du dafür leicht an die Bikes ran, musst diese allerdings sehr gewissenhaft anbringen und dich damit abfinden, dass sie der Witterung ausgeliefert sind.

Zu beachten ist außerdem, inwieweit sich die Gesamtlänge deines Autos vergrößert, zudem ist deine Sicht durch die Heckscheibe beeinträchtigt.

Unsere Tipps:
Generell ist empfehlenswert, Abdeckplanen zu verwenden und bei gelegentlichen Stopps die Halterungen zu überprüfen, nicht dass sich doch etwas gelockert hat oder etwas verrutscht ist. Zudem muss dir bewusst sein, dass sich nicht nur der Luftwiderstand erhöht, sondern auch Brems- sowie Kurvenverhalten deines Autos verändern. Fahre also noch umsichtiger und etwas langsamer als sonst, dann kann nichts schiefgehen.
Und: Wenn du keine Anhängerkupplung hast, dann bieten manche Autohersteller auch zusätzliche Anhängevorrichtungen an.

Der Dachträger

Transportsysteme fürs Dach werden meist vom Hersteller deines Autos direkt und passend angeboten. Oder du greifst auf einen passenden Grundträger zurück, um deinen Wunsch-Träger flexibel wählen zu können. Nur so ist garantiert, dass alles perfekt passt.

Anzupassende Systeme, wie die von beispielsweise Thule, sind außerdem eine preiswerte, stabile und perfekt sitzende Option. Mit diesen haben wir bereits sehr gute Erfahrungen machen dürfen und preisen sie auch auf unserer Webseite an.

WICHTIG: Die maximale Dachlast darf von Bike(s) und Träger nicht überschritten werden.

Wie funktioniert es?

Der Fahrradrahmen wird am Träger festgeschraubt, wonach die Räder festgezurrt oder -geschnallt werden. Um das Autodach vor Beschädigungen zu schützen, empfiehlt sich eine Decke zum Unterlegen während der Trägermontage.

WICHTIG: Obacht vor Tiefgaragen et cetera! Um ganz sicher zu gehen, empfehlen wir dir in deinem Sichtbereich eine kleine Erinnerung an die wertvolle Fracht auf deinem Autodach.

Pro und Kontra:

Ähnlich wie beim Heckträger kannst du auch hier weiterhin den Stauraum im Kofferraum ausnutzen, der im Gegensatz zum Heckträger frei zugänglich bleibt. Mit bis zu fünf Bikes gleicht das Anbringen der Fahrräder auf dem Dach jedoch einem wahren Kraftakt, außerdem ist schnelles Fahren auf der Autobahn keine Option mehr. Die Fahrzeughöhe ist bei der Streckenwahl mit einzukalkulieren. Du wärst nämlich nicht der Erste, der das Durchfahren einer Unterführung bitter bereut … und auch hier gilt:

Die Witterung lässt deine Bikes nicht kalt, des Weiteren wirst du mehr Sprit verbrauchen, da der Luftwiderstand zunimmt. Im Fahrverhalten musst du dich in Kurven und beim Bremsen auf die Last auf deinem Dach einstellen.

Kommt keine der obengenannten Optionen in Frage? Dann gibt es noch mehr Möglichkeiten …

Raffiniert sind Fahrradkoffer und daher auch eine Überlegung wert. Wer also Fernreisen mit seinem Bike plant, wird in Zügen und Flugzeugen problemlos einen Platz finden – ob mit oder ohne praktischem Bike-Koffer.

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